Fango

FangoFango oder auch Heilschlamm besteht aus Lehm oder Ton vulkanischen Ursprungs sowie aus Brauch-, Mineral- oder Thermalwasser.

Er kann durch die Zugabe von Algen oder Mikroorganismen gereift sein oder auch mit Zusätzen wie zum Beispiel Radon, Sole oder Schwefel angereichert werden.

In physiotherapeutischen Praxen wird in der Regel mit (Paraffin-) Fango-Päckchen gearbeitet. Diese werden auf ca. 50°Celsius erhitzt und dem Patienten auf die entsprechenden Körperstellen gelegt. Danach wird der ganze Körper in Leinentücher und Wolldecken gewickelt, um die Wärme optimal zu speichern.

Es entsteht eine sogenannte „feuchte Wärme“, über die verschiedene heilende Stoffe auf die Haut des Patienten übertragen werden.

Durch die besonderen physikalischen Eigenschaften von Fango kann die Wärme effektiv in tief liegendes Gewebe eindringen. Die Behandlung ist sehr wohltuend. Während der Ruhezeit, die Sie in der Behandlung haben, wird die Durchblutung von Haut, Bindegewebe und Muskulatur gefördert, so dass sich Muskeln entspannen können und Schmerzen gelindert werden.

Nach 20-30 Minuten werden die Patienten von dem Therapeuten ausgewickelt, an den behandelten Stellen vom Fango gereinigt und können nach der Wärme-Behandlung ohne weiteren Aufwand wieder in den Alltag oder ihre Anschluss-Therapie gehen.

Behandlungen mit Fango sind besonders hilfreich bei

  • Bindegewebs- und Muskelrheumatismus
  • chronisch rheumatischen Gelenkerkrankungen
  • Fibromyalgie
  • Hexenschuss
  • Ischialgie
  • Rücken-, Schulter- und Nackenschmerzen
  • Spasmen glattmuskulärer Organe
  • traumatischen Kontusionen und Distorsionen
  • Sehnenscheidenentzündung
  • Menstruationsbeschwerden
  • Muskelkater / Muskelverhärtung
  • Neurodermitis
  • Schuppenflechte
  • Ekzemen